 SFQ - Students Friendship QuestionnaireFreundschaft unter StudentenBeginn, Aufrechterhaltung und EndeTitel:
SFQ - Students Friendship Questionnaire
Laufzeit:
01.03.2008 - 31.10.2008
Leitung:
Dr. C. Spielhagen
Einführung:
Durch die ähnlichen Rahmenbedingungen eignen sich Freundschaften während der Studienzeit sehr gut, um basale Mechanismen zu Beginn, Aufrechterhaltung und Beendigung von zwischenmenschlichen Beziehungen zu untersuchen. Der Fokus der vorliegenden Studie richtete sich auf die jeweiligen Motiven, die Erfolgs- und Risikofaktoren und den Einfluss von Persönlichkeitsfaktoren.
Methode:
Der 87 Items umfassende online-Fragebogen enthielt neben demographischen Abfragen (Alter, Geschlecht), Fragen zum Studium (Studiengang und Fachsemester) auch eine kurze Einschätzung der eigenen Persönlichkeitsfaktoren sowie der des Studienfreundes ('Big Five' nach Muck et al.). Es wurden 68 Auswahlfragen (z.B. "Wir besuchen dieselben Lehrveranstaltungen. [Ja] [nein]") und 19 freie Fragen (z.B. "Was haben Sie sich damals von einem Kontakt zur dieser Person erhofft?") gestellt. Die spätere Analyse erfolgte sowohl qualitativ wie auch quantitativ (Mayring, P., 2000).
Ergebnisse & Diskussion:
Das Hauptmotiv, eine Studienfreundschaft zu beginnen scheint die Attraktivität von gemeinsamen Unternehmungen zu sein. In allen Phasen einer Freundschaft stellte "Ähnlichkeit" den größten Erfolgsfaktor dar. Dabei bezog sich "Ähnlichkeit" sowohl auf gemeinsamen Einstellungen und Interessen aber auch auf die gegenseitigen Ähnlichkeit: So korrelierten die Big Five Persönlichkeitsprofile der jeweiligen Freunde bis auf das Item "Gewissenhaftigkeit" auf allen Skalen signifikant. In den späteren Phasen nach dem Kennenlernen spielt auch ein ausgeglichenes "Investment" in die Freundschaft eine zunehmend wichtigere Rolle. Als größter Risikofaktor für das Scheitern einer Freundschaft wird "Auseinanderleben" beschrieben. Um dem Vorzubeugen wird ein regelmäßiger "Input" in die Freundschaft als notwendig beschrieben. |